Kinder mit einer Rechenschwäche haben oft Schwierigkeiten, Mengen einzuschätzen oder zu zählen. Erstes anschauliches Rechnen mit Gegenständen fällt häufig schwer. Später, im Hunderter- und Tausender-Zahlenraum, werden die Stellenwerte verdreht. Der Umgang mit den Maßeinheiten Geld, Uhrzeit, Gewicht und Länge usw. bereitet oft Probleme.

Grundsätzlich machen Kinder mit Rechenstörungen die gleichen Fehler wie ihre Klassenkameraden, nur häufiger und sie brauchen viel Zeit. Lange kommen sie nicht ohne Zählhilfen aus, da sie abzählend arbeiten. Besondere Schwierigkeiten bereiten der Zehnerübergang und das Verstehen von Rechenoperationen.

Wir sehen unsere Aufgaben darin, dieser Beeinträchtigung des Lernens entgegen zu wirken, um die Schwierigkeiten soweit wie möglich zu überwinden und dem betroffenen Schüler wieder Selbstvertrauen in seine Fähigkeiten zu geben.

Zunächst wird der individuelle Lernentwicklungsstand ermittelt. Eine prozessorientierte Diagnostik (fortlaufende Kontrolle des Lernstandes) erfordert eine ständige Überprüfung der Fortschritte und individuelle Förderung.

Je nach Schüler kann dies als Binnendifferenzierung (besondere Aufgaben innerhalb der Klasse) oder im Förderunterricht bzw. Unterricht in einer besonderen Lerngruppe geschehen.

Optimale Förderung erfordert eine enge Kooperation im schulischen Team, Zusammenarbeit mit außerschulischen Fachkräften und enge Zusammenarbeit mit den Eltern.

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